E-Mail schreiben

0451-12285700

Zu Besuch im EU-Parlament: Euroscola-Teilnahme in Straßburg


Menschenrechte, europäische Solidarität und Rechtsstaat – Die Migrations- und Asylpolitik stellt die EU vor viele Herausforderungen. Auch wir haben uns damit auseinandergesetzt. Nicht allein, sondern gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern aus ganz Europa.

Es ging ins Europaparlament nach Straßburg, wo wir an dem EU-Projekt EUROSCOLA teilgenommen haben. Am Donnerstag, den 14. Dezember, traf sich am Bahnhof in Lübeck eine Gruppe aus den Jahrgängen Q2, Q1 und 9, um zusammen mit Herrn Klingebiel und Frau Rüder die Reise nach Straßburg anzutreten. In Straßburg angekommen, verbrachten wir noch einige Stunden in der Innenstadt und besuchten den renommierten Weihnachtsmarkt, bevor wir schließlich zur Jugendherberge aufbrachen und allesamt froh waren, eine Mütze Schlaf zu bekommen.

Am Freitagmorgen hieß es dann früh aufstehen, denn das Europäische Parlament rief. Da unsere Jugendherberge eine gute Stunde entfernt lag, saßen wir alle noch ein wenig verschlafen in der modernen Straßenbahn der Elsass-Metropole und beobachten, wie das französische Alltagsleben langsam erwachte. Kaum angekommen und den Sicherheitscheck erfolgreich passiert, wurden wir nun mit verschiedenfarbigen Armbändern ausgestattet, die unsere Positionen in der Debatte angeben sollten.

Das Thema: europäische Migrationspolitik in Zeiten von immer mehr Einfluss durch Populismus und extremistischen Ideologien. Zunächst durften wir zuerst mit Fabienne Keller, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, und mit Stefan Krauss reden. Unter den rund 700 anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Euroscola-Programms war es schwierig zu Wort zu kommen, aber wir versuchten es trotzdem und einige Schüler der TMS schafften es tatsächlich, von der Moderation ausgewählt zu werden und einmal das Wort an Schüler und Schülerinnen aus ganz Europa richten zu können.

Die anderen Schulen kamen aus Ländern wie Litauen, Polen, den Niederlanden, Zypern und vielen anderen. Besonders überrascht waren wir auch von den vielen Vertretern des Vereinigten Königreichs, die den anderen Teilnehmern in Hinblick auf proeuropäische Aufbruchsstimmung in nichts nachstanden.

Nach dem Mittagessen, welches vom Parlament gestellt wurde, fingen wir dann selbst an zu debattieren. Unsere MUNOL-erfahrenen Schülerinnen und Schüler hätten sich natürlich eine tiefere und intensivere Debatte gewünscht. Dazu war aber der eine Tag zu kurz. Stattdessen ging es vielmehr darum, einen Einblick in die Arbeit und die Werte der Europäischen Union zu erhalten und Gespräche mit jungen Menschen aus ganz Europa zu führen. Dies funktionierte sehr gut, wir alle waren begeistert von der positiven Atmosphäre, dem respektvollen Umgang miteinander und den vielen netten Konversationen, die wir führen konnten.

So war die Grundstimmung beim gemeinsamen Abendessen unserer Reisegruppe gelöst und wir konnten die Ereignisse des Tages ehrlich reflektieren und evaluieren, bevor es mit dem Nachtzug zurück nach Lübeck ging. Ein besonderer Dank gilt hierbei natürlich Herrn Klingebiel und Frau Rüder, die die Fahrt organisierten und begleiteten.

Text: Lene P., Ole W.

Fotos: Daniel Klingebiel