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Erasmus+ Austausch in Grenaa, Dänemark


Vom 19. bis 23. April 2026 waren wir (Schülerinnen des 10. und 11.Jahrgangs) auf einem Erasmus+ Austausch in Grenaa, Dänemark. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus Carboneras, Spanien, und Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern der Grenaa Boarding School durften wir vier Tage unter dem Thema: „Into the Woods“ verbringen. Dabei haben wir sehr viel gelernt und konnten am Ende schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen.

Dadurch, dass wir für eine Woche mit anderen Jugendlichen zusammen in den Gebäuden der Schule wohnten, konnten wir außerdem eine ganz neue Lebensweise hautnah miterleben. So ein Internatsleben ist dann doch nochmal um Einiges anders als jenes in Familien.

Unser Programm bestand aus vielen unterschiedlichen und abwechslungsreichen Aktivitäten, wie z.B mehreren Exkursionen in den nahegelegenen Wald. Dieses begann bereits am Montag nachdem wir am Morgen kurze Videos über unsere Heimat gezeigt, uns noch einmal etwas kennengelernt und die Schule angeschaut hatten.

Im Wald angekommen, haben wir die verschiedenen Mikro-Klimata im Wald untersucht.

Am Dienstag hat uns eine Frau, die in ihrer Kindheit einen nahegelegenen Waldkindergarten besuchte, beschrieben, wie es ist, so naturverbunden aufzuwachsen. Außerdem war und ist sie noch heute Mitglied bei den Pfadfindern. Von ihr haben wir beispielsweise verschiedene Methoden, ein Lagerfeuer zu machen, gelernt und damit Chili-Con-Carne beziehungsweise Chili-Sin-Carne erwärmt. Danach waren wir bei einem Biomassekraftwerk, das einen Großteil von Grenaa mit Energie versorgt. Wir haben eine Tour durch die Anlage bekommen, wo uns deren Funktionsweise und Nachhaltigkeit erklärt wurde. Unser Highlight war der riesige Brennofen innerhalb der Anlage, in den wir hineinschauen durften.

Mittwoch fokussierten wir uns auf die Erkundung von Aarhus, einer nahegelegenen Stadt, die mit der Bahn zu erreichen ist. Allerdings wurde beschlossen, etwas früher auszusteigen und einen Spaziergang durch den dortigen Wald am Wasser entlang bis zum ARoS-Kunstmuseum zu machen.

Dieses Museum war etwas ganz Besonderes mit seinem gläsernen Gang über dem Dach, der durch seine bunten Scheiben die gesamte Stadt zu einem Kunstwerk machte.

Donnerstagvormittag standen Unterrichtshospitationen auf dem Programm. Dabei konnten wir den dänischen Schülern im Deutschunterricht helfen und einen Eindruck von den Unterschieden zwischen den Schulsystemen und Lernatmosphären in Deutschland und Dänemark erfahren. Nach dem Mittagessen war der nächste Programmpunkt erneut im Wald. Hier konnten wir von unseren neuen Kenntnissen über Lagerfeuer profitieren, da wir in kleinen Gruppen gemeinsam Pfannkuchen über selbst gemachtem Feuer zubereiteten.

Während der Tage mussten wir auch unsere Sinne auf die Probe stellen. Dies geschah zum Beispiel während eines Orientierungslaufes durch den Wald mit verbundenen Augen und wir waren erstaunt, wie sehr unser Gedächtnis sich verbessert, wenn man mal auf einen Sinn, wie beispielsweise die Augen verzichtet. Zusätzlich durften wir spüren, wie der Wald mit seinem Klima und Geräuschen eine beruhigende Wirkung auf einen hat, wenn man sich einfach mal mit geschlossenen Augen hinsetzt und nichts tut. Was übrigens auch bei uns in Lübeck oder an anderen Orten der Welt ausprobiert werden kann 🙂

Zur Abwechslung vom thematischen Programm fand außerdem ein Bowlingabend statt und über die ganze Woche verteilt hatten wir viel Zeit, die wir uns selbst einteilen und gestalten konnten. In dieser Zeit haben wir zusammen mit unseren Austauschpartnern Spieleabende veranstaltet, Ausflüge zum dortigen Strand gemacht oder auf dem Campus den Billardtisch, die Tischtennisplatte und die Tischkicker benutzt.

Unsere Highlights der Woche waren die gemeinsamen Abende mit unseren Austauschpartnern, wo wir unser Englisch auf eine andere Art und Weise als in der Schule anwenden konnten, der Ausflug zum Strand, die Pfannkuchen, die wir über dem Lagerfeuer brieten, der Besuch im nahegelegenen Schwimmbad und die vielen Runden UNO, die wir zwischendurch spielten.

Wir bedanken uns alle noch einmal ganz herzlich bei denjenigen, die diesen Aufenthalt für uns ermöglicht haben. Dazu zählen die Lehrkräfte aus Dänemark, Spanien und Deutschland, wie zum Beispiel Frau Dr. Koslowsky und Herr Bruweleit, die uns auf diese Fahrt nach Grenaa begleiteten.

Anna, Ilva, Janne, Josephine, Minka, Nele, Stel