Cześć Warszawa – Hallo Warschau!
Wie Politik in Polen funktioniert
Am Montag starteten wir unseren Tag in Warschau mit einer Führung durch unsere Gastgeberschule, das VII LO im. Juliusza Słowackiego. Zuerst bekamen wir eine kurze Einführung und lernten das Schulgebäude sowie den Schulalltag in Polen kennen. Es war spannend zu sehen, wie der Unterricht dort organisiert ist und worin sich das Schulsystem von unserem unterscheidet. Anschließend besuchten wir das Rathaus, wo wir den Bürgermeister von Warschau, Rafał Trzaskowski, trafen. Wir machten eine Stunde lang ein Q and A und haben so vieles über seine Aufgaben und die Entwicklung der Stadt erfahren.

Danach ging es weiter zum Parlamentsgebäude, in dem sich der Sejm und der Senat befinden. Bei einer Führung lernten wir das politische System Polens und die Entstehung von Gesetzen kennen.


Zum Abschluss des Tages fuhren wir auf die Aussichtsplattform vom Palast der Kultur und Wissenschaft, von wo aus wir einen wunderschönen Sonnenuntergang über der Stadt sehen konnten – ein perfekter Abschluss für einen ereignisreichen Tag.

(von Ben, Lucas, Louis und Emil)
Walk and Play
Am Dienstag haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und abwechselnd eine Stadtrallye in der Altstadt und ein EU-Parlament-Rollenspiel im Europa Experience gemacht. Wir schlüpften in die Rolle eines Mitglieds vom Europäischen Parlament und erlebten, welche Wege ein Antrag bis zu seiner Abstimmung im Parlament geht.

Während des Rollenspiels hatten wir genügend Zeit, um uns ausreichend zu informieren zum Beispiel durch kleine Videos und Besprechungen. Wir haben nicht nur viel Neues über Warschau und das EU-Parlament gelernt, sondern auch sehr viel Spaß gehabt. Nach dem Programm haben wir viel Zeit gehabt, um mit unseren Hosts die Stadt zu erkunden.

(von Charlotte, Heidi, Sam und Avet)
Eine Reise in die Vergangenheit
Der Mittwoch begann morgens mit einem Treffen in der Schule. Eigentlich hätten wir mit unserem Projekt zur Europäischen Bürgerinitiative angefangen, aber auch in Warschau kann es passieren, dass die Tablets nicht funktionieren. Deshalb mussten wir spontan umplanen. Also sind wir in die Turnhalle gegangen und haben ein bisschen Sport gemacht. Das war zwar nicht geplant, hat aber trotzdem Spaß gemacht und war eine gute Abwechslung. Danach sind wir mit dem Bus zum Königsschloss von Warschau gefahren. Dort haben wir in einer Führung viel über die Geschichte des Schlosses und des letzten polnischen Königs Stanisław II. August erfahren. Besonders beeindruckend waren die großen Räume und die prunkvolle Einrichtung.

Anschließend waren wir noch in einer Milchbar essen, in der es typisch polnisches Essen zu sehr günstigen Preisen gibt. Wir hatten als Vorspeise eine Tomatensuppe und als Hauptgang Hähnchen mit Kartoffelpüree. Danach hatten wir Zeit mit unseren Gastfamilien und konnten den Tag entspannt ausklingen lassen. Einige haben sich später noch in der Stadt getroffen.
(von Thore, Hannes, David und Gabriel)
Vom Kanzleramt zum Schulprojekt
Am Donnerstag haben wir die Kanzlei des Ministerpräsidenten der Republik Polen besucht. Der Vortrag war besonders spannend, weil der Referent fließend zwischen Deutsch und Polnisch gewechselt hat. Es wurde nicht nur erklärt, welche Aufgaben die Kanzlei hat, etwa die Organisation der Arbeit des Premierministers, die Koordination der Ministerien und die Information der Öffentlichkeit, sondern es wurde auch die enge Verbindung zwischen Polen und Deutschland deutlich. Auch die gemeinsame Geschichte und die heutige Partnerschaft zwischen beiden Ländern wurden thematisiert.


Gerade im Hinblick auf die gemeinsame Geschichte seit 1989 wurde klar, dass Zusammenarbeit in Europa keine Selbstverständlichkeit ist, sondern immer wieder neu gestaltet werden muss. Am Nachmittag begannen wir in der Schule mit unserem Projekt zur Europäischen Bürgerinitiative. Jede*r entwickelte eine eigene Idee und bereitete erste Ansätze für eine Präsentation oder ein Video vor. Der Tag hat uns gezeigt, dass hinter politischen Entscheidungen nicht nur einzelne Personen stehen, sondern ein ganzes System, das auf Kooperation und Verantwortung aufbaut.
(von Josephine, Selma, Linnéa und Lenja)
Ein gelungener Abschluss
Am Freitag trafen wir uns in der Turnhalle der Schule. Dort konnten wir uns selbstständig mit den Sportgeräten beschäftigen. Manche Schülerinnen und Schüler spielten Federball, andere spielten Tischtennis. Abgesehen von der Sporthalle gab es auch noch einzelne Räume mit Laufbändern, Fahrrädern und anderen Sportgeräten. Im Anschluss beendeten wir die Projekte zu einer vom Vortag selbst gewählten fiktiven Europäischen Bürgerinitiative.

Nach einer Mittagspause in der Schulmensa – es gab Reis mit Apfelkompott und Vanillesoße, dazu eine leckere Gemüsesuppe und eine Mandarine zum Nachtisch – präsentierten wir die Projekte der Gruppen in der Aula. Viele von ihnen hatten mit der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs zu tun. Zum Abfragen des erworbenen Wissens spielten wir eine Runde Kahoot, in der Emil gewann. Online fanden weitere Rückmeldungen im Rückblick auf die Woche statt. Als Abschluss des offiziellen Programms bekam jeder ein Zertifikat des Deutsch-Polnischen-Jugendwerkes. Ungefähr die Hälfte der Gruppe fuhr noch in die Altstadt, um ein letztes Mal Pierogi zu essen.
(von Linus, Marius, Mikas und Lena)
Das Projekt wurde vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert.
