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Carboneras Erasmus: Into the woods


Vom 2. März bis zum 7. März nahmen sieben Schülerinnen und Schüler aus dem E-Jahrgang der Thomas-Mann-Schule an einem Austausch nach Carboneras in Spanien teil. 

Unsere spanischen Austauschpartner waren bereits im Oktober 2025 bei uns in Deutschland zu Besuch gewesen. Der Austausch wird von Erasmus gefördert und steht unter dem Thema „Into the Woods – The significance of trees in ecology and culture“. Dabei beschäftigen wir uns mit Wäldern, Pflanzen und den Gemeinsamkeiten sowie Unterschieden zwischen Spanien, Dänemark und Deutschland.

Am Montagmorgen begann dann endlich unsere Reise nach Carboneras. Zuerst ging es zum Hamburger Flughafen und von dort mit unserem ersten Flug nach Zürich. Allerdings hatte unser Flug etwa eine Stunde Verspätung, weshalb der Umstieg in den zweiten Flieger nach Málaga etwas stressig wurde. Zum Glück wartete die Fluggesellschaft auf uns, sodass wir den Anschlussflug trotzdem noch erreichen konnten.

In Málaga angekommen lag allerdings noch eine dreistündige Busfahrt vor uns. Nach der langen Anreise zog sich diese Strecke gefühlt endlos hin. Umso schöner war schließlich der Moment, als wir endlich in Carboneras ankamen und dort herzlich von unseren Austauschpartnern empfangen wurden.

Den Abend verbrachten wir zunächst bei unseren Gastfamilien beim gemeinsamen Abendessen, anschließend gingen viele von uns noch einmal gemeinsam in die Stadt. Wir liefen durch die Straßen von Carboneras und auch ein Stück am Strand entlang. Dort trafen wir schließlich kurz die dänischen Schüler, die sogar noch später als wir angekommen waren. Trotz der langen Reise freuten wir uns alle sehr auf die kommenden Tage und darauf, die Stadt, die Kultur und alle Austauschpartner näher kennenzulernen.

Am Dienstag ging es für uns mit dem Programm dann richtig los: Vom Kennenlernen bis zum abendlichen Strandbesuch war alles dabei. 

Wir wurden am Morgen in der Schule herzlichst begrüßt und bekamen eine kleine Präsentation von den Spaniern mit der Aufgabe, so vielen Schülern wie möglich aus dem Raum Fragen zu stellen.

Danach baten uns die Lehrer in die Schulkantine, um unser erstes gemeinsames Frühstück zu essen. Die Kantine war für die Anzahl der Schüler erstaunlich klein und war trotzdem sehr interessant. Zu essen gab es Sandwiches, bei uns eher als Baguette gesehen, mit unterschiedlichsten Sachen belegt.

Wir machten uns am späten Vormittag auf den Weg, um das Zentrum von Carboneras zu erkunden. Wir besuchten das Rathaus und wurden dort von dem Bürgermeister begrüßt. Zu unserem Glück durften wir hinein und er erzählte uns viel über Carboneras. Eine Lehrerin aus Spanien musste währenddessen dolmetschen, damit wir alles verstehen konnten, da der Bürgermeister nur Spanisch sprach. 

Anschließend besichtigten wir das Castell mit einer Führung. Von dort oben hatte man einen wunderbaren Blick auf Carboneras. 

Der restliche Nachmittag wurde im Café verbracht und in vielen Läden, um eventuell das ein oder andere Andenken für Zuhause mitzunehmen. Die Lehrkräfte trafen sich zum Willkommensessen.

Somit war der Tag fast vorbei und in dieser restlichen Zeit gingen ein paar Leute an den Strand, machten viele schöne Fotos und verbrachten den Abend in ihren Gastfamilien.

Am Mittwoch startete unser Erasmus Austausch in Caboneras mit einer Fragerunde, bei der die spanischen Schüler uns viele Fragen stellten, vor allem über Sport, insbesondere Fußball und Basketball. Wir stellten fest, dass die Schüler unterschiedliche Englischkenntnisse haben und es wenig persönliche Fragen gab.

Anschließend besuchten wir die spanischen Schüler in ihrer Klasse und erhielten einen Einblick in ihren Schulalltag. Auch hier wurden uns weitere Fragen gestellt, zum Beispiel wie es bei uns in der Schule zugeht. 

Bei einem Biologie-Workshop in der spanischen Schule beschäftigten wir uns mit Pflanzen und erhielten ein Arbeitsblatt, um die Namen der Pflanzen auf dem Tisch vor uns zu identifizieren. 

Danach gab’s noch zwei andere Workshops. Erstmal ging’s um Künstliche Intelligenz (KI). Wir haben gesehen, wie man KI im Alltag und in der Schule benutzen kann.  Danach wurde’s dann sportlich und kulturell. Beim Flamenco-Workshop durften wir uns selbst an den Bewegungen und dem Rhythmus versuchen.  Das war echt cool und hat Spaß gemacht!  

Nach dem Workshop hatten wir Freizeit und gingen zu unseren Austauschpartnern nach Hause, um zu essen. Die Spanier nutzten die Zeit für einen Mittagsschlaf. Am Abend unternahmen wir einen Ausflug nach Almería von 15 Uhr bis 24 Uhr. Wir fuhren etwa eine Stunde dorthin und kehrten um 23 Uhr wieder zurück, was ebenfalls etwa eine Stunde dauerte. Für die Fahrt mieteten wir uns als Gruppe mit den Schülern aus Spanien, Dänemark und Deutschland einen Reisebus. In Almería hatten wir 1 Stunde und 30 Minuten Zeit uns in dem großen neuen Shopping-Center umzusehen. Anschließend trafen wir uns wieder, um unsere Aktivitäten zu planen.  Einige Schülerinnen und Schüler verabredeten sich zum Bowlen, andere erkundeten die Innenstadt und eine weitere Gruppe ging essen.

Jule, Leonie, Jana

Am Donnerstag waren wir viel unterwegs: Wir wanderten durch unterschiedliche Küstenorte und besuchten einen botanischen Garten (Jardin Botanico de Rodalquilar). Während der Fahrten mit dem Bus durch die spanische Küstenlandschaft ist uns besonders aufgefallen, dass es praktisch keine Bäume gab. Die einzigen Ausnahmen bildeten Zuchtkulturen von Oliven und Ähnlichem. Über weite Strecken bestand die Vegetation aus Busch- und Strauchwerk. Außerdem wurde uns berichtet, dass es schon eine Rarität sei, dass diese in derartigem Ausmaß vertreten ist. Wir waren sehr überrascht, dass es in diesem Teil von Spanien offenbar regulär nicht mehr als 20 Tage im Jahr regnet. Diese Zahl wurde für dieses Jahr bereits überschritten, was das Ausmaß der Vegetation erklärte. Eine besonders schöne Station des Ausfluges war der botanische Garten, der uns sehr mit seiner Fülle an verschiedenen Gewächsen beeindruckte.

Davor besuchten wir dort vor Ort noch ein kleines Museum, welches zum Thema Vulkane einiges an Informationen zu bieten hatte. 

Der Bus brachte uns etwas dichter an den Playazo de Rodalquilar, im Nationalpark Cabo de Gata. Dort erwartete uns eine malerische Bucht mit einem altem Castell, welches schon häufiger als Filmkulisse gedient hat. 

Bei unserer Wanderung entlang der Küstenlinie mit interessanten Felsen und Klippen, konnten wir uns endlich über wärmende Sonnenstrahlen freuen. Außerdem bestiegen wir eine Hügelspitze, die uns eine wunderbare Aussicht auf die Küstenlinie, das Meer und die Festung ermöglichte, was ein weiterer Höhepunkt des Tages war.

Am Ende der Wanderung gelangten wir nach Las Negras und dort gab es ein leckeres Mittagessen draußen in der Sonne. Anschließend konnten wir den kleinen Ort erkunden und fuhren dann mit dem Bus Richtung Carboneras zurück mit einem letzten Stopp am Playa de los Muertos. Dort hatten wir einen tollen Blick von der Aussichtsplattform und erkundeten anschließend den Strand. Müde und zufrieden kehrten am Abend alle in ihre Gastfamilien zurück.

An unserem letzten Tag vor der Abreise war es noch einmal besonders windig, was wir sehr stark zu spüren bekamen, als wir einen Aussichtspunkt über Carboneras bestiegen. 

Davon haben wir uns aber nicht die schöne Aussicht von einem alten Festungsturm über Carboneras verderben lassen. Danach wanderten wir zum Strand hinab und fanden uns in einer Ansammlung von beeindruckend vielen und großen Steinfiguren wieder, die von Besuchern dort errichtet wurden.

Bei unserem Rückweg ist uns aufgefallen, wie an den Wegesrändern versucht wird, die kahle Landschaft mit einigen Bäumen zu verschönern. Es war aber zu erkennen, dass sich dies durch das trockene Klima als schwierig erweist. 

Wir beendeten unsere Aktivitäten mit einem Abschiedsessen beim Italiener mit Blick auf das Meer bei sonnigem Wetter. Bei unserem Heimflug hatten wir noch einmal die Möglichkeit, unsere Eindrücke und Erfahrungen zu reflektieren.

Insgesamt hatten wir einen sehr ereignisreichen Austausch mit tollen Einblicken in die Natur Spaniens und schönen Wiedersehen mit unseren Austauschpartner:innen

Emil, Oskar, Ella, Justus

Fotos: Miriam Petzold, Yvonne Fraatz