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Europa gestern, heute, morgen – eine Drittortbegegnung in Frankreich –


Auch in diesem Jahr fand wieder eine sogenannte Drittortbegegnung zwischen Schülerinnen und Schülern des E-Jahrgangs und einer Schule aus Bordeaux statt. Die Eb, das internationale Profil mit dem Profilfach Französisch, hatte sich bereits im Unterricht mit dem Thema deutsch-französische Beziehungen befasst. Am Sonntag, den 1. März, begann dann die Reise nach Metz, einer Stadt in der Region Grand Est, wunderschön an der Mosel gelegen. Dort begann das Programm am Abend mit Kennenlern- und Sprachspielen, die für eine erste Annäherung zwischen den französischen und den deutschen Jugendlichen sorgte.

Am Montag lag der Schwerpunkt auf der kriegerischen Vergangenheit in den deutsch-französischen Beziehungen. Verdun und somit die Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg waren das Ziel. So wurden die Ouvrage de la Falouse, ein Soldatenfriedhof und auch das Beinhaus Douaumont besucht, vor dem 1995 Helmut Kohl und François Mitterand sich freundschaftlich die Hände reichten. An diesem Tag reichten sich Josephine aus Lübeck und Joséphine aus Bordeaux hier die Hände.

Anschließend erhielten die Klassen im Mémorial de Verdun weitere Informationen zum Ersten Weltkrieg. 

Nach diesem anstrengenden Tag durften die Jugendlichen am Folgetag die wunderschöne Stadt Metz, die geprägt ist von ihrer deutsch-französischen Geschichte, bei strahlendem Sonnenschein erkunden.

Am Nachmittag widmeten alle sich einem der Gründerväter Europas, Robert Schumann. Das Centre EuropéenRobert Schumann gewährt Einblicke in sein Leben und sein Wirken. Die großen Etappen der Europäischen Union waren an diesem Nachmittag Thema.

Am Mittwoch folgte eine Exkursion zunächst nach Schengen. Die besonderen Vorzüge der Unterzeichnung der Schengener Verträge sind allen Teilnehmenden nach diesem Besuch besonders deutlich. Als Zeichen der besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich wurde hier ein Freundschaftsschloss aufgehängt.

Anschließend ging es nach Luxemburg, wo wieder die EU im Mittelpunkt stand, denn hier befindet sich beispielsweise der Europäische Gerichtshof. Mit einer sehr dynamischen Führerin erlebten wir die Stadt Luxemburg bei bestem Wetter. 

Der Donnerstag stand dann ganz im Zeichen einer möglichen Zukunft Europas. In Gruppen bestehend aus deutschen wie aus französischen Jugendlichen wurden Briefe verfasst und Poster gestaltet, die den Blick der jungen Menschen auf Gegenwart und Zukunft eindrücklich verdeutlichten. 

Trotz all der Arbeit an diesen wichtigen und auch schwierigen Themen kam der Spaß in dieser einwöchigen deutsch-französischen Begegnung nicht zu kurz. Gemeinsam wurden verschiedenen Spiele gespielt (Werwolf/Loup Garou gehörte wohl zu den beliebtesten), kleine Wettbewerbe wurden ausgetragen, gemeinsam wurde auch gesungen. 

Dank der Zuwendungen des OFAJ/DFJW (deutsch-französisches Jugendwerk), die die Kosten der Eltern senken konnten,  wurde diese Fahrt ermöglicht. Begegnungen zwischen (jungen) Menschen verschiedener Nationen tragen einen wichtigen Teil dazu bei, dass die Idee der EU auch im Kleinen gelebt wird: Menschen Europas arbeiten zusammen, um somit langfristig und dauerhaft Frieden zu sichern.

Text und Fotos: Sabine Hohenfeld