E-Mail schreiben

0451-12285700

Die Welt zu Gast in Lübeck: MUNOL 2026 mit großen Applaus eröffnet


Am 19. Mai wurde die diesjährige Konferenz von MUNOL im Kolosseum Lübeck offiziell eröffnet. Unter dem diesjährigen Thema „Bridging the Divide“ versammelten sich Schülerinnen und Schüler als Delegates aus insgesamt neun Nationen, um eine Woche lang internationale Politik zu simulieren, zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

Schon vor Beginn lag eine gespannte Erwartung in der Luft. Im Kolosseum trafen unterschiedliche Sprachen, Akzente und Perspektiven aufeinander, während sich die Delegationen auf ihre Rollen vorbereiteten. Genau diese Mischung machte den Auftakt besonders: viele Nationen, viele Meinungen, ein gemeinsames Ziel.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit mehreren Ansprachen, die die Bedeutung von MUNOL und des diesjährigen Themas hervorhoben. Unser Schulleiter Herr Rother betonte, wie sehr er das Engagement der Schülerinnen und Schüler schätzt und wie wichtig Projekte wie MUNOL für politische Bildung, Verantwortungsbewusstsein und Offenheit sind. Er würdigte außerdem die lange Tradition und den Einsatz aller Beteiligten, die diese Konferenz jedes Jahr möglich machen.

Direkt im Anschluss sorgte eine musikalische Einlage für einen besonderen Moment im Programm. Asya begeisterte das Publikum mit einem Saxophonstück und verlieh der Eröffnung eine ruhige, eindrucksvolle Pause zwischen den offiziellen Beiträgen.

Auch Johanna Teubner, Equality and Diversity Officer der Stadtwerke Lübeck, sprach über die Bedeutung von Vielfalt und Gleichberechtigung in einer zunehmend vernetzten Welt. Gerade im Kontext des MUNOL-Themas werde deutlich, wie wichtig es sei, Unterschiede nicht als Grenze, sondern als Chance für Zusammenarbeit zu verstehen.

Ein besonderer Moment war die Videobotschaft von Tim Klüssendorf, der die Delegierten herzlich begrüßte und das Engagement der jungen Teilnehmenden ausdrücklich lobte. Er hob hervor, wie wertvoll Formate wie MUNOL für demokratisches Verständnis und internationale Zusammenarbeit sind.

Auch Felix Lehwald-Kipp von MUNOL e.V. richtete sich an die Teilnehmenden und erinnerte an die lange Geschichte der Konferenz. MUNOL sei mehr als ein Projekt, es sei ein Ort, an dem jedes Jahr aufs Neue Brücken zwischen Menschen, Kulturen und Ideen gebaut werden.

Als die Konferenz schließlich offiziell eröffnet wurde, brach tosender Applaus aus. Ein Moment, der die Vorfreude auf die kommenden Tage deutlich machte und den Auftakt eindrucksvoll abrundete.

Im Anschluss folgten die Eröffnungsplädoyers der Delegationen aus Brasilien, Kanada, China, Kuba, Ägypten, Frankreich, Deutschland, Indien, Mexiko, den Niederlanden, Nigeria, Russland, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Sie gaben einen ersten Einblick in ihre Positionen und zeigten bereits, wie unterschiedlich die Perspektiven auf globale Herausforderungen sein können.

Gerade hier wurde das diesjährige Thema „Bridging the Divide“ greifbar. Denn genau zwischen diesen unterschiedlichen Sichtweisen entsteht der Raum, in dem MUNOL stattfindet: dort, wo aus Gegensätzen Dialog wird und aus Diskussion Verständnis wachsen kann.

Mit diesem Auftakt ist MUNOL 2026 nun offiziell gestartet. Die Delegates erwartet eine intensive Woche voller Debatten, neuer Begegnungen und der Herausforderung, Brücken zu bauen, wo zunächst Unterschiede stehen.

Text und Fotos: Yanto P. von der Journalismus-AG