KVV – Neue Konzepte für die Schule – Was sagt die Schülerschaft
Am 08.05. fand in der 3. und 4. Stunde die voraussichtlich letzte Klassensprechervollversammlung (KVV) des Schuljahres statt. Auf der Tagesordnung standen mehrere wichtige Themen, die die Zukunft unserer Schule betreffen. Neben der Wahl neuer Delegierter für die Schulkonferenz wurden die geplante Handyregelung für die Klassen 5 bis 10 sowie das mögliche Kabinettssystem vorgestellt und diskutiert.

Zu Beginn der KVV richtete auch unser Schulleiter Herr Rother einige Worte an die anwesenden Klassensprecherinnen und Klassensprecher. Dabei betonte er, wie sehr er das Engagement der Schülerschaft schätzt und wie wichtig ihm die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an der Schulentwicklung ist.
Besonders hob er hervor, dass es wichtig sei, dass dieses Engagement auch in Zukunft bestehen bleibt. Schule solle nicht nur ein Ort des Lernens sein, sondern auch ein Ort, den die Schülerschaft aktiv mitgestalten kann und soll.
Delegierte für die Schulkonferenz gewählt
Zu Beginn der KVV wurden die neuen Delegierten für die Schulkonferenz gewählt. Die Schülerschaft wird dort künftig durch Thorben, Bengt, Kjell, Yanto, Anna, Leonie, Alessandro, Greta, Minu und Ole vertreten, inklusive der beiden Schülersprecher: innen Anouk und Benjamin.
Wir gratulieren allen Gewählten und bedanken uns für ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und die Interessen der Schulgemeinschaft aktiv zu vertreten.
Neue Handyregelung für die Klassen 5 bis 10
Ein weiteres Thema war die geplante Änderung der Handyregelung für die Klassen 5 bis 10. Vorgestellt wurde ein Konzept mit speziellen Handyhüllen: Zu Beginn des Schultages sollen die Handys in diese Hüllen gelegt und verschlossen werden. Erst am Ende des Unterrichtstages können sie an dafür vorgesehenen Magnetstationen wieder geöffnet werden.
In der KVV wurde deutlich gemacht, dass eine neue Regelung notwendig ist, da dies eine Vorgabe des Ministeriums ist und daher umgesetzt werden muss. Die vorgestellte Lösung mit den Handyhüllen wurde dabei als die aktuell sinnvollste und praktikabelste Option vorgestellt. Ziel ist es, Ablenkungen während der Schulzeit zu reduzieren und gleichzeitig eine klare und einheitliche Umsetzung für alle Klassen der Unter- und Mittelstufe zu schaffen.

In der KVV wurde dazu ein erstes Meinungsbild eingeholt und verschiedene Einschätzungen aus den Klassen gesammelt.
Das Kabinettssystem: Viele Fragen und klare Meinungen
Besonders intensiv wurde in der KVV über das mögliche Kabinettssystem gesprochen. Bereits am 05.05. fand dazu eine Informationsveranstaltung statt, bei der Herr Bethge und Frau Heilmann das Konzept vorgestellt und Fragen beantwortet haben.
Das Kabinettssystem sieht vor, dass Lehrkräfte fest zugewiesene Räume erhalten, die sie individuell gestalten und an ihre Unterrichtsweise anpassen können. Dazu gehören zum Beispiel andere Tischanordnungen, zusätzliche Möbel oder Pflanzen sowie eine persönlichere Gestaltung des Raumes. Manche Lehrkräfte würden eigene Räume erhalten, andere würden sich diese mit Kolleg: innen und Kollegen teilen.
Die Fachräume für Physik, Chemie, Biologie, Kunst und Musik würden dabei weiterhin bestehen bleiben.

In der Diskussion wurden viele Argumente und Kritikpunkte gesammelt. Einige sehen Vorteile in besser ausgestatteten und stärker auf den Unterricht zugeschnittenen Räumen. Gleichzeitig äußerten viele Klassen Bedenken. Besonders häufig genannt wurden längere Wege zwischen den Stunden, mögliche organisatorische Schwierigkeiten im Schulalltag und der Verlust eines festen Klassenraums als vertrauter Lernort.
Das abschließende Meinungsbild zeigte eine deutliche Tendenz:
- 5 Klassen stimmten für das Kabinettssystem
- 28 Klassen stimmten dagegen
- 2 Klassen enthielten sich
Damit wurde deutlich, dass die Mehrheit der Schülerschaft dem Konzept derzeit kritisch gegenübersteht.
Die KVV hat erneut gezeigt, wie wichtig der Austausch über neue Ideen und Veränderungen an unserer Schule ist. Die Rückmeldungen der Klassen werden nun in die weiteren Überlegungen einfließen.
Text und Bilder von: Yanto P. Journalismus AG