E-Mail schreiben

0451-12285700

Pragaustausch – zu Gast in der tschechischen Hauptstadt


Montag, 7.9.26

Am Montag, den 7.9.26 ging es für uns mit dem Zug los nach Prag. Wir konnten uns die ziemlich lange Fahrt mit Spielen vertreiben und kamen in guter Stimmung schließlich mit zwei Stunden Verspätung gegen 23:30 Uhr in Prag an. Dort angekommen, fielen wir ziemlich müde ins Bett und waren froh, den langen ersten Reisetag hinter uns zu haben. (von Jule und Sontje)

Dienstag, 8.9.26

Aufgrund unserer verspäteten Ankuft am Vortag, wurde das Treffen von 9:00 auf 10:00 Uhr verschoben. Das Nationalhaus für Minderheiten in Tschechien war unser erstes Ziel. Dort haben wir viel über die tschechische Geschichte, Kultur und vor allem über die deutsch-tschechische Minderheit erfahren.

Danach begaben wir uns auf den Weg zum Nationaltheater. Zwischendurch hatten wir etwas Freizeit, in der die meisten sich beim Restaurant zur „Goldenen Möwe“ (McDonalds) etwas zu essen besorgten.

Vom Nationaltheater sind wir dann Richtung des großen Metronoms im Letná-Park über der Moldau gegangen. Auf dem Weg haben wir noch einen Abstecher zu einer Skulptur des Kopfes von Franz Kafka gemacht, doch leider war uns nicht vergönnt, ihn richtig drehen zu sehen.

Beim Metronom angekommen, einer Skulptur, die auf dem Sockel eines gesprengten Stalin-Denkmals errichtet wurde, machten wir eine kleine Pause und viele nutzten die schöne Sicht auf Prag, um einige Fotos zu machen. Vom Metronom ging es danach wieder in die Stadt und wir passierten der Königlichen Garten, einen historischen Renaissancegarten, an der Nordseite der Prager Burg in Hradčany, und beeindruckende barocke Kirchen. Schließlich kamen wir bei der Prager Burg an, dem Ort des Prager Fenstersturzes, wo uns der Schulleiter der Prager Schule einiges erklärte.

Auch dort nutzen viele die Gelegenheit, um eine Pause und viele Fotos zu machen. Dort endete dann auch der Trip und bei gefühlten 40 Grad zerstreuten sich die Schüler mit ihren Austauschpartnern in alle Richtungen.

von Finn

Mittwoch, 9.9.26

Am Mittwoch machten sich alle Schüler mit ihren Hosts auf den Weg in den Beachvolleyball-Club Ladvi, wo sich alle um 9 Uhr trafen. Es wurden Sechser- und Doppelspiele mit spannenden Matches gespielt. Teilweise spielten Deutsch gegen Deutsch, Tschechisch gegen Tschechisch und Deutsch gegen Tschechisch. Als um 11 Uhr die Zeit vorbei war, zogen sich alle wieder um und teilten sich in Gruppen auf, um essen zu gehen. Dabei war alles dabei, von japanischem Essen bis hin zu Spicy Chicken. Um 13:45 Uhr trafen sich dann alle wieder für eine Bootstour auf der Moldau.

Am Anleger angekommen, ging es auf das Schiff, wo es leider anfing zu regnen. Das hinderte einige jedoch nicht daran, sich nach draußen zu setzen und Prag vom Wasser aus zu genießen. Der Rest saß hingegen im Inneren des Bootes und genoss von dort aus die Aussicht. Nach 45 Minuten auf der Moldau ging es schon wieder zurück zum Steg. Dort teilte sich die Gruppe auf und Frau Engler und Herr Lohmann verabschiedeten sich für den Tag. Die Jugendgruppe machte anschließend noch einen Bummel durch die Stadt, bevor alle nach Hause gingen. 

von Cedric

Donnerstag, 10.9.26

Den Donnerstag begannen wir im Bowling Center. Auch wenn nicht jeder gut bowlen konnte, so hatten wir doch unseren Spaß. Nach einer Mittagspause trafen wir uns dann wieder in der Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik. Dort sprachen wir über das Leben der deutschen Minderheit in Tschechien und konnten einige Fragen stellen.

Den Rest des Tages konnten wir mit unseren Austauschpartnern in der Stadt verbingen.

Freitag, 11.9.26

Am Freitag begann unser letzter Tag in Prag. Um 10 Uhr trafen wir uns am Nationalmuseum, wo wir gemeinsam die Ausstellung „Die Přemysliden“ besuchten. In der Ausstellung erfuhren wir viel über die Herrscherdynastie und ihre Zeit.

Besonders interessant war für uns der Zusammenhang mit Lübeck. Lübeck spielte im Mittelalter eine wichtige Rolle im Handel und war das Zentrum der Hanse. Auch Prag war durch Handelswege mit anderen europäischen Städten verbunden. Dadurch konnten wir einen Bezug zwischen unserer Stadt und dem Ort herstellen, an dem wir gerade unseren Austausch verbrachten. Nach dem Museumsbesuch hatten wir Freizeit. Einige von uns gingen durch die Innenstadt, andere kauften noch Souvenirs oder verbrachten einfach Zeit miteinander. Später trafen wir uns wieder an der Schule, wo ein gemeinsamer Grillnachmittag stattfand. Wir saßen zusammen, aßen und unterhielten uns über die vergangenen Tage. Im Laufe des Nachmittags hielt der Schulleiter des Gymnazium Thomase Manna noch eine Rede. Er blickte auf die gemeinsame Zeit zurück und bedankte sich bei allen, die zum Austausch beigetragen hatten. Es war schön, noch einmal gemeinsam auf die Erlebnisse der vergangenen Tage zurückzublicken und zu merken, wie viel wir in dieser kurzen Zeit erlebt und gelernt hatten.

Als besonderes Abschiedsgeschenk bekamen wir Holstentor-Lebkuchen, die von den Pragern selbst gebacken worden waren. Diese waren nicht nur eine süße Erinnerung an unseren Austausch, sondern stellten auch eine direkte Verbindung zu Lübeck her. Der Grillnachmittag endete und anschließend hatten wir ab 18 Uhr Freizeit. Unsere letzten Stunden in Prag verbrachten wir gemeinsam. Manche waren auf dem Sportplatz, während andere ihr letztes Geld noch ausgaben. Der Freitag war damit ein schöner Abschluss unseres Austauschs. Am Samstag, den 12.9.26 hieß es dann für uns, bereits um 8 Uhr am Bahnhof zu sein. Wir tauschten noch einige Abschiedsworte aus und bedankten uns für die Gastfreundschaft. Der Abschied war natürlich etwas traurig, aber wir machten das Beste daraus. Jeder konnte am Ende des Austauschs etwas Besonderes mitnehmen, sei es eine neue Freundschaft oder eine bereits bestehende Freundschaft, die durch die gemeinsame Zeit noch enger geworden ist. Wir sind sehr dankbar für die vielen Erfahrungen, Begegnungen und schönen Momente, die wir während dieser Zeit erleben durften. Die gemeinsamen Erlebnisse werden uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. 

Von Senorita

Dieser Austausch wurde vom Deutsch-tschechischen Zukunftsfond gefördert.