Projektwoche an der TMS: Vielfalt erleben, Nachhaltigkeit gestalten und Demokratie stärken
Mit einem abwechslungsreichen Angebot aus Sport, Kunst, Technik, Gesellschaft, Politik, Ernährung und Geschichte startete am Montag den 22.06.2026 die Projektwoche an der TMS. Statt des regulären Unterrichts bot die Woche die Möglichkeit, sich kreativ, praktisch und gemeinschaftlich mit den Themen Demokratie, Vielfalt und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.
Wie vielseitig Nachhaltigkeit sein kann, zeigten diverse Kunst-Projekt. Dort verwandelten die Schüler/innen gebrauchte Alltagsgegenstände in neue, nützliche Produkte. So entstanden beispielsweise aus Milchkartons Portemonnaies und aus Papierresten dekorative Blumen. Für die Tierwelt wurden Nisthilfen und Insektenhotels geschaffen. Aus Schuhkartons wurden Fotoapparate mit erstaunlicher Qualität. Es wurde deutlich, dass vermeintlicher Abfall mit etwas Kreativität ein zweites Leben erhalten kann.


Auch die kulinarische Vielfalt der Welt stand im Mittelpunkt einiger Projekte. So gestallteten Schüler/innen informierende Plakate über Gerichte aus verschiedenen Ländern – darunter Gnocchi aus Italien, Kumpir aus der Türkei, Patatas Bravas aus Spanien, Massaman Curry aus Thailand und Causa aus Peru. Man setzte sich mit nachhaltiger Ernährung auseinander und erfuhr mehr über vegane, vegetarische, glutenfreie und biologische Lebensmittel sowie über verschiedene Nachhaltigkeitssiegel. Dabei wurde deutlich, welchen positiven Beitrag eine bewusste Ernährung für Umwelt und Klima leisten kann.




Eine Projektgruppe, die sich ebenfalls mit dem Thema Ernährung beschäftigte, besuchte am Donnerstag den 25.06.2026 den Ringstedtenhof. Dort erhielten die Schüler/innen spannende Einblicke in nachhaltige Landwirtschaft und die Bedeutung regional erzeugter Lebensmittel.

Nicht nur Nachhaltigkeit, sondern auch Demokratie und internationale Zusammenarbeit wurden in der Projektwoche erlebbar. Bei einer NATO-Gipfel-Simulation schlüpften Schüler/innen verschiedener Jahrgänge in die Rollen von Delegierten aus Ländern wie den USA, Deutschland oder Frankreich. In englischer Sprache diskutierten sie aktuelle politische Themen, darunter den Krieg zwischen Russland und der Ukraine, und erlebten hautnah, wie demokratische Entscheidungsprozesse und internationale Verhandlungen ablaufen.
Ein Escape-Game zu verschiedenen Orten in Lübeck wurde entwickelt und sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Lübecks beschäftigt. Auch die jüngere Vergangenheit in Bezug auf die innerdeutsche Grenze spielte in einem Projekt eine Rolle, bei dem Zeitzeugen interviewt wurden.
In weiteren Projekten wurden Theaterszenen zum Thema Demokratie und Fairplay erarbeitet und an verschiedenen Orten in der Schule vorgestellt. Es wurde die Geschichte von Anne Frank erarbeitet und auch die Vielfalt des Sports war Bestandteil einiger Projekte. So beschäftigte sich ein Projekt mit der Integration nicht deutschsprachiger Schüler/innen durch Kommunikation über Volleyball. Es wurden Bumerangs gebaut, die erstaunlich gut flogen.

Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit der Nachhaltigkeit im Sport, indem die Ruderboote repariert und gepflegt wurden. Außerdem wurde auf den Touren Müll aus dem Kanal gesammelt.

Auch Computerspiele zum Thema Nachhaltigkeit wurden entwickelt, Stop-Motion-Filme gedreht und die alte PC-Technik der Schule sortiert und ausgemustert.

Dies ist nur ein Teil der durchgeführten Projekte. Alle hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen, die gute Stimmung, das große Interesse, das intensive Engagement und der Spaß war in der ganzen Schule zu spüren. Daher gilt unser Dank allen Projektleitungen, die sich um eine erfolgreiche Durchführung gekümmert haben.

Am Freitag den 26.06.2026 wurden die Projekte präsentiert. Hier wurde mit einem Discoevent auch die neu installierte Technik in der Aula vorgeführt und auf der neuen Bühne das Ergebnis des Tanzprojekts vor der versammelten Schulgemeinschaft gezeigt.


Am Ende der Projektwoche nahmen die Schüler/innen weit mehr mit als neue Kenntnisse und praktische Erfahrungen. Sie konnten erleben, wie Demokratie, Vielfalt und Nachhaltigkeit im Alltag konkret umgesetzt werden können, und entwickelten zugleich ein stärkeres Bewusstsein dafür, welche Verantwortung jede und jeder Einzelne für eine lebenswerte Zukunft spielt.
Text und Fotos: Malte W., Frida M., Colin N., Mechthild Piechotta